Fernlehrgang – Was ist das? Teil 2
Von der Idee zur Umsetzung – Nicht schon vor dem Start scheitern
Fernlehrgang-Interessierte sollten im Vorfeld prüfen, ob die beruflichen, finanziellen und familiären Rahmenbedingungen für oder gegen einen Fernlehrgang sprechen. Zu berücksichtigen ist auch, dass manche Fernlehrgänge auch Präsenzphasen in das sonstige Selbststudium integrieren. So lässt sich ein maximaler Erfolg des Fernlehrgangs garantieren.
Wer sich für einen Fernlehrgang interessiert, der sollte sich zunächst verschiedene und vielfältige Informationen einholen: Anzeigen und Angebote studieren (Infomaterial der Anbieter bestellen, Kurzbeschreibungen lesen), Hinweise von Freuden, Bekannten und Kollegen einholen und eventuell eine Beratung in Anspruch nehmen – schließlich gilt es, die Möglichkeiten zu sondieren und eine Auswahl und Entscheidung zu treffen.
Der Fernlehrgang
Fällt die Entscheidung für einen Anbieter und einen Fernlehrgang, so schließen beide Seiten einen Vertrag ab und das erste Material (Vertrag und Lernmaterialien) wird zugestellt. Der Fernlernende hat ein zweiwöchiges Widerrufsrecht. Nach diesen zwei Wochen nimmt er fest am Fernlehrgang teil und erhält weitere Materialien. Ab sofort hat er ein normales Kündigungsrecht. Zum Abschluss des Fernlehrgangs stehen die jeweiligen Prüfungen an. Der Fernlernende erhält je nach Art des Lehrgangs ein Zeugnis, Zertifikat oder eine Urkunde.
Wie kommt das Wissen nach Hause? Studienbrief und andere Medien
Sogenannte Lehr- oder Studienbriefe werden per Post versandt und vom Fernlernenden bearbeitet. Die Einsendeaufgaben werden zum Fernlehrer zurückgeschickt, der sie korrigiert und kommentiert. So wird der Lernfortschritt beobachtet und garantiert. Bei Fragen und / oder Problemen steht der Fernlehrende mit Rat und Tat zu Seite. Dank Internet und Online-Plattform wird ein schneller und guter Austausch erreicht.
Der Studienbrief ist das wichtigste Lehr- und Lernmaterial in den meisten Fernlehrgängen. So können sich die Fernlernenden unabhängig von technischen Einrichtungen die Lerneinheiten aufteilen. Damit entstehen überschaubare Lernabschnitte (mit Wiederholung und Kontrolle und die Lernenden einen können aktiven und individuellen Lernprozess gestalten.
Andere Medien kommen selbstverständlich auch zum Einsatz: Multimedia – gerade bei Sprachkursen – wie audio-visuelle Medien (Kassetten, Video), computergestützte Lernmittel (Lernsoftware, Internet) und technische Medien (Laborsätze, Lehrbaukästen) werden je nach Kurs zum Erreichen der Bildungsziele verwendet.
In Wissen investieren: Lehrgangsgebühren
Ein Fernlehrgang ist eine Bildungsmaßnahme, die mit Kosten verbunden ist. Diese Kosten liegen zunächst beim Fernlernenden, sind aber unter bestimmten Bedingungen steuerlich absetzbar oder über den Arbeitgeber zu finanzieren. Die Lehrgangskosten können sein: Lehrgangsgebühren, Gebühren für begleitenden Unterricht, Prüfungsgebühren, Kosten für Lern- und Arbeitsmaterial und bei Präsenzphasen Fahrt-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten.